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Gemeinde Niendorf

Zu erreichen ist die Gemeinde Niendorf über die Landesstraße Schönberg – Ratzeburg. Der ländliche Charakter dieser Gemeinde wird durch ihre Lage im Nordwesten einer Moränenlandschaft an der Maurine und ihren Niederungen geprägt. In der Gemeinde Niendorf leben 324 Einwohner.

Bekannt geworden ist die Gemeinde Niendorf durch den Ortsteil Bechelsdorf (Trebethestorp, „Ort des Treboto“, kleiner Rundling mit nur einem Zugang) und das früher dort gelegene Schulzenhaus. Das Schulzenhaus wurde früher als offene Gerichtslaube genutzt. Hier sprachen bischöfliche, später fürstliche Beamte, Recht für die umliegenden Ortschaften. 1960 wurde dieses Schulzenhaus mit der dazugehörigen Scheune (1518 erbaut) nach Schönberg umgesetzt und dort als Denkmalhof wieder errichtet. Ein weiteres bekanntes Gebäude ist der „Eulenkrug“ in Ollndorf – Ausbau. Diese Gaststätte ist gelegen an der Landesstraße Schönberg – Ratzeburg.

Am Giebel der ehemaligen Schule in Ollndorf – Ausbau, befindet sich ein einmaliger Backsteinfries. Hier wird die Begegnung Kaiser Karls IV mit Bischof Heinrich Wittorp im Jahr 1375 darstellt. Voran reiten der Kaiser und der Bischof im Gespräch. Zwei Knappen dahinter tragen Helm und Lanze des Kaisers, ein Mönch trägt das Kreuz. Dann folgen einige Ritter und Mönche zu Pferde. Auf einem kleinen Wagen wird das Sanitäts- und Verbandsmaterial für den Feldscher mitgeführt, den Schluss des Zuges bildet das Fußvolk mit seinen Lanzen.

Niendorf (Nienthorpe, „das neue Dorf“), heute nur noch der Rest eines Rundlings an der Chaussee Schönberg – Ratzeburg, war früher als Sitz des „Rates der Gemeinde“ der Mittelpunkt für die umliegenden Dörfer.

Auf frühgeschichtliche Siedlungsspuren weisen die Kegelgräber in Bechelsdorf (Rugenberg, Eckernkoppel) in Ollndorf (Dweerlannsbarg) und in Törpt („Dannenbarg“) hin.