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Zwischen Bischofsstuhl bis Heimatbewegung

Eine Ausstellung zum Gefühl einer Region

Mit der Sanierung des Koch´sches Hauses in Schönberg und der Neugestaltung einer neuen Dauerausstellung mit dem Arbeitstitel „Zwischen Bischofssitz und Heimatbewegung“ werden die Anstrengungen der Stadt Schönberg und des vereinsgetragenen Museums sichtlich belohnt. Durch ein breit aufgestelltes Fundraising gelang es dem Verein, erhebliche finanzielle Ressourcen aus Stiftungen und öffentlichen Fördermitteln in die Sammlung und ihre Präsentation zu investieren. Hell und klar präsentieren Gestalter Marco Pahl aus Rostock und Museumsdirektor Olaf Both eine große Auswahl der Schönberger Sammlung und einiger weniger Leihgaben. Da die Ausstellung als Dauerausstellung - also bis zu zehn Jahren der Präsentation - geplant ist, müssen konservatorische Belange eingehalten werden. Das Licht ist gedimmt, die Räume im ersten Obergeschoss sind mit einer Deckenheizung und einer Entlüftung ausgestattet – alles barrierefrei zugänglich!
Thematisch wurden Geschichten aufgegriffen, bekannte und unbekannte, die sich mit dem Sammlungsbereich des Museums beschäftigen. Das Bistum Ratzeburg, die Stadt Schönberg als Sitz der Bischöfe, Handwerker in einer Stadt, Volkskunst auf dem Land, Tracht als Werbe- und Identitätsträger oder kultureller Austausch zwischen Dörfern und der Hansestadt Lübeck, sind einzelne Bereiche. Aber auch schwierige Themen wie die Geschichte des Heimatbundes selbst, der bürgerlichen Gesangvereine und der Arbeitergesangsvereine sind nicht ausgespart. Dies gemeinsam mit Volkskunst der nationalsozialistischen Zeit zusammenzubringen oder zu vergleichen, ist nicht die leichteste Aufgabe. Ein großer Teil zu bewundernden Museumsobjekte sind in diesem Zug aufwendig restauriert worden und strahlen in neuem, alten Glanz!