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Die Lage von Papenhusen im Amt Schönberger-Land

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Gemeinde Papenhusen

Die Ortsteile Kirch Mummendorf, Papenhusen und Rodenberg wurden in den Jahren1230 – 1234; Blüssen und Hanstorf am 16. Oktober 1346 erstmals urkundlich erwähnt.

Papenhusen


Blüssen (Blusme) wurde am 20. Januar 1319 als Eigentum der Gebrüder Bülow und Kirch Mummendorf am 24. August des gleichen Jahres als Eigentum des Landes Mecklenburg-Schwerin (bis 1933) urkundlich erwähnt. Blüssens Dorfform ist, wie die der meisten Dörfer des Amtsbereiches Schönberger Land, ein Rundling, welcher an einem großen Teich gelegen ist. Einst gab es in Blüssen 5 Bauernhöfe und 4 Büdnereien, die zum großen Teil verfielen bzw. abgerissen wurden.

Rodenberg wurde von seinem Eigentümer, dem Herzog von Mecklenburg, 1341 an die Gebrüder Bülow verkauft, die es 1376 an einen Bischof weiterverkauften. 3 von 4 ansässigen Höfen sind an der Spitze eines kleinen rechteckigen Angers an der Stepenitz gelegen. Der vierte liegt am Eingang des Dorfes. Früher war Rodenberg durch eine Brücke über die Stepenitz mit Hanstorf verbunden. Doch dieser Steg wurde Ende der 50er Jahre entfernt. Später war nur noch ein kleiner Übergangssteg vorhanden.

Kirch Mummendorf war, wie der Name schon sagt, ein Kirchdorf. Da das Dorf gleich an der Stepenitz liegt, hätte man meinen können, dass die Dorfbewohner dort fischen würden. Das war ihnen bis Anfang dieses Jahrhunderts untersagt, da die Stepenitz bis Börzow zum Hoheitsgebiet Lübecks gehörte. Nur die Mönche durften dort während ihrer Fastenzeit Krebse fangen.

Papenhusen (Poppenthorp, „Dorf des Poppo“) bestand 1925 aus 3 Wohnhäusern mit 4 Haushalten und 27 Einwohnern. Die Nachkriegszeit brachte eine Menge Veränderungen mit sich, wie zum Beispiel die Entstehung eines Maschinenstützpunktes, einer Gärtnerei, einer Kulturbaracke, eines Lehrlingswohnheimes (früher Rüschenbeck – jetzt Papenhusen) und einer Reihe von Wirtschaftsgebäuden. Das eigentliche Dorf Papenhusen entstand durch die Errichtung von 9 Siedlungshäusern und einem Kindergarten, der 1990 aufgelöst wurde sowie die Kulturbaracke und das Lehrlingswohnheim. Die Gärtnerei mit Gewächshaus existiert nicht mehr.
 
Rüschenbeck, Rutzenbeke, Name nach der Lage (rusch= Binse, beke = Bach); 2 Höfe, an einem größeren, ursprünglich vielleicht quadratischen, Anger. Ursprünglich Teil des ausgedehnten Güterkomplexes von Bülow, die in Ruzenbeke eine „curia“ besaßen. Reste einer alten Burganlage „Neer`n Hoff“ haben sich im Gelände erhalten.
Rüschenbeck wurde in 50iger Jahren eingemeindet. Es gehört zum Ort Papenhusen. Die Gemarkung Rüschenbeck gibt es heute noch.
In der Gemeinde Papenhusen leben heute 342 Einwohner.